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Saatgutvielfalt in Gefahr

Genmais in Brasilien

https://www.youtube.com/watch?v=wyFbYFklpCE

 

 

Neue Peditionen

https://www.openpetition.de/petition/online/saatgutvielfalt-in-gefahr-gegen-eine-eu-saatgutverordnung-zum-nutzen-der-saatgut-industrie

https://www.openpetition.de/petition/online/seed-diversity-under-threat-no-european-seed-regulations-for-the-benefit-of-the-seed-industry#googtrans(de%7Cen)

und weitere neue Infos:

Pressemitteilung von Harald Ebner, MdB (Bündnis 90/Die Grünen) vom 17.10.2013 -----------------------------------------------------------------------------  40 Jahre EPA: Höchste Zeit für eine Reform der Biopatent-Gesetzgebung  Zum 40-jährigen Bestehen des Europäischen Patentamts (EPA) erklärt Harald Ebner, Sprecher für Agrogentechnik:  40 Jahre EPA bedeuten auch jahrzehntelange Auseinandersetzungen um einen besonders kritischen Bereich des Patentrechts: Patente auf Pflanzen, Tiere, Genabschnitte oder Mikroorganismen, also die sogenannten Biopatente.  Der jetzt vom EPA pünktlich zum 40-jährigen Jubiläum angekündigte Stopp für Patenterteilungen auf konventionell gezüchtete Pflanzen und Tiere ist ein längst überfälliger Schritt und ein großer Erfolg für Umwelt- und Verbraucherverbände, Kirchen und nicht zuletzt für uns Grüne.  Bereits 2012 hat der Deutsche Bundestag in einem einstimmigen Beschluss das Verbot von Patenten auf konventionell gezüchtete Pflanzen und Tiere und daraus abgeleitete Produkte gefordert. Das Europaparlament hat sich dieser Forderung angeschlossen. Es muss unbedingt verhindert werden, dass über rechtliche Grauzonen das grundsätzliche Patentierungsverbot für konventionell gezüchtete Pflanzen und Tiere in der EU-Biopatentrichtlinie umgangen werden kann. Denn wenn solche Patente weiter zunehmen, würde die Züchtung neuer Sorten massiv erschwert und die Abhängigkeit der gesamten Lebensmittelkette von wenigen Konzernen noch verschärft.  Die schwarz-gelbe Bundesregierung hätte im Juni die Chance und den unmissverständlichen Auftrag gehabt, das eindeutige Bundestagsvotum umzusetzen und mit der Novelle des deutschen Patentgesetzes die perfekte Vorlage für die notwendige Korrektur der EU-Biopatentrichtlinie zu liefern. Doch Union und FDP ignorierten ihren eigenen Beschluss im Bundestag und haben weiterhin die Patentierung von Produkten aus konventionell gezüchteten Pflanzen und Tieren zugelassen. Die Union führte  damit sogar ihre Forderungen im eigenen Bundestagswahlprogramm völlig ad absurdum.  Die neue Bundesregierung muss hier aktiv werden und sich ernsthaft auf europäischer Ebene für eine Reform der europäischen Biopatent-Gesetzgebung einsetzen. Auch die völlig intransparente Struktur und Finanzierung des EPA ohne jede demokratische Kontrollinstanz war schon vor 40 Jahren nicht mehr zeitgemäß und erfordert eine grundlegende Erneuerung.  Diese PM ist online unter http://gruenlink.de/n80 zu finden.

 

 

 

 

März 2009 Bundesminister Gabriel stimmt in der EU für die Aufrechterhaltung des Verbotes von MON 810 in Österreich, Frankreich und Polen. CDU/CSU und die FDP sind verärgert darüber und haben Angst um Arbeitsplätze in der Gentechbranche, die wenn es hoch kommt so 1500 Arbeitsplätze bindet. Warum denken sie nicht an die vernünftig arbeitende immer größer werdende Ökobranche, die schon 100.000 Arbeitsplätze geschaffen hat und das ohne riesige Bundes-oder Landeszuschüsse?

Wissenschaftler werden auch hier gebraucht. Es fehlen bei Kartoffeln wieder ausreichend Sorten, die ertragreich, schmackhaft und für den Biolandbau geeignet sind. Es fehlen die Weitergabe an den Universitäten und Landwirtschaftschulen von neuen Erkenntnissen beim biologischen Pflanzen-und Bodenschutz und die intensive Forschung im Bereich der Arterhaltung mit samenechten Kulturpflanzen und der Arbeit mit dem vorhandenen Boden.

 


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