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Iryna Blashchyk

Eine Künstlerin und Wissenschaftlerin aus der Ukraine schuf unvergleichliche Bilder aus blühenden Pflanzen. Ihre Kollagen sind einmalig schön.

Wer eine Kopie ihrer Werke in seiner Wohnung hat, spürt ihre Kraft. Sie strahlen positive Gefühle aus und geben Mut und Zuversicht.

Aus „10 days - x17 - 31 MARCH 2006“

 

FLORISTIK - GEBUN­DENE GEFÜHLE

SEINE KÜNSTLERISCHE ADER ENTDECKT JEDER AUF GANZ EIGENE WEISE. UND MANCHMAL FINDET EIN MENSCH GANZ ÜBERRASCHEND EINEN WEG, SEINER FANTASIE AUSDRUCK ZU VERLEIHEN. IRINA BLASCHTSCHUK SIEHT IN GETROCKNETEN PFLANZENTEILEN LEBENDIGE UND DY­NAMISCHE FORMEN. IHRE KUNST IST RAF­FINIERT UND IRGENDWIE PARADOX

 10  Worin besteht die Verbindung zwischen Ihrer Arbeit und Ihrem Hobby?

Irina Blaschtschuk: Das hat beides überhaupt nichts miteinander zu tun. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter beschäftige ich mich mit dem Giftgehalt medizinischer Präparate. Studiert habe ich Biochemie. Pflanzen haben mir aber immer ganz besonders gefallen, besonders Blumen. Hätte ich dies früher entdeckt, so wäre meine Berufswahl wohl etwas anders ausgefallen. Mit Floristik beschäftige ich mich aber schon seit 15 Jahren. Außerdem male ich Aquarelle. Ich habe schon sehr viele eigene Ausstellungen gehabt.

10  Was bedeutet Floristik für Sie?

IB: Vor allem ist dies ein Zustand meiner Seele. Alles begann damit, dass ich versuchte, mich mit einer kleinen und simplen Beschäftigung aus einer Depression zu befreien, daran erinnere ich mich gut. Und mit der Zeit wurden meine lebendigen Bilder immer zahlreicher, die Themen immer vielfältiger. Vor allem stelle ich Blumensträuße dar, aber es sind auch eher meditative Arbeiten abstrak­ten Inhalts darunter. Ich habe nie daran gedacht, dass sich das alles so weiter entwickeln wird, ich habe das eher für mich ganz persönlich gemacht. Und nach einer Zeit habe ich gesehen, dass die Sammlung meiner aus Blütenblättern und Gräsern gemalten Gewächse schon ganze zehn Alben füllt.

10  Wie viele Werke zählt Ihre Sammlung heute?

IB: Das weiß ich nicht, ich habe nie daran gedacht, sie zu zählen. Man könnte das natürlich tun, aber, ehrlich gesagt, brauche ich das nicht. Wahrscheinlich sind es einige hundert.

10  Wie würden Sie Ihren Stil beschreiben?

IB: Ich habe keine speziellen Vorbereitungskurse be­sucht, um nicht Gefahr zu laufen, jemandem zu äh­neln. Ich wollte mein ganz eigenes Gespür für Form und Farbe entwickeln. Heute kann man viele Werke der verschiedensten Künstler sehen, aber meine "Handschrift" erkennt man auf den ersten Blick. Ich habe meine ganz eigene Richtung. Ich unterrichte auch Schüler, jedoch lehre ich nicht zielgerichtet.

10  Woher nehmen Sie die Inspiration für neue Bilder?

IB: Mit der Floristik beschäftige ich mich vor allem im Winter, wenn die Welt schwarz-weiß und eintönig wird. Dann sehne ich mich nach Vielfalt und leucht­enden Farben. Das ist ein inneres Bedürfnis, gegen das ich nicht ankommen kann. Vielleicht lade ich mich auf diese Weise mit positiven Emotionen auf. Eine Komposition entsteht aus dem Nichts. Ihr gehen keine Skizzen oder Studien voraus. Wichtig ist, auf seine Gefühle zu hören, dann arbeitet man wirk­lich hundertprozentig schöpferisch. Zuerst lege ich mir das Material zurecht, am nächsten Abend wähle ich die Komponenten aus, erst am dritten Abend entstehen die ersten Züge eines ganzen Bildes und es wird eine in sich geschlossene Idee sichtbar.

10  Ist es sehr schwierig, mit so dünnen und zerbrechliehen Materialen zu arbeiten?

IB: Das ist wirklich nicht einfach. Alles ist so dünn und spröde. Ich habe ein ganzes Arsenal spezieller Pinzetten, mit denen man sogar ein Härchen von einem Papierblatt abtrennen kann. Die Blättchen der Pflanzen muss man ebenfalls sehr sorgfältig vorbereiten. Ich lege die Pflanzen in ein Buch, bis sie völlig ausgetrocknet sind. Ich arbeite mit allem, was so wächst und klebe kleine Teilchen von Pflanzen auf verschiedenartiges Papier. Besonders mag ich Pergament und Samt. Aber man kann auch Servietten nehmen.

10  Gab es besondere Vorkommnisse in Zusammenhang mit Ihrer Sammlung?

IB: Da gab es vor allem mehrere Dieb stähle meiner Arbeiten aus verschiedenen Ausstellungen. Ich habe mir gedacht, wenn sie gestohlen werden, be­deutet das, sie müssen wirklich schön sein und die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich ziehen können.

10  Der arbeitsaufwendigste Teil Ihrer Arbeit?

IB: Das ist wohl das Suchen des Materials. Ich klet­tere beispielsweise mit Bergsteigern in die Berge, wo es ganz außergewöhnlich schöne Pflanzen gibt. Der Aufstieg ist mühsam, aber ich weiß jedes Mal, dass ich reich dafür belohnt werde mit zauber­haften Geschenken, die Teil meines Schaffens und ein Geschenk für die Menschen werden. 10

Sergij Jakowenko

 


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